
Arthrose und ihre Folgen
Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung. Sie kann sowohl die vorderen als auch die hinteren Gliedmaßen oder die Wirbelsäule in Mitleidenschaft ziehen. In den meisten Fällen tritt sie an mehreren Gelenken gleichzeitig auf.
Ursachen: Die eigentliche Krankheit besteht in einem Verschleiß des Gelenkknorpels, wobei sich an den Gelenkrändern Knochenwucherungen bilden. Man unterscheidet Arthrose ersten und zweiten Grades. Arthrose ersten Grades ist schlicht die Folge des Alterungsprozesses; das Gelenk hat sich im Lauf des Lebens abgenutzt. Im zweiten Fall sind dagegen oft Verletzungen oder Folgezustände entzündlicher Gelenkkrankheiten der Auslöser.
Erstes Anzeichen: Hinken: Leidet der Hund an Arthrose, so beginnt er zu hinken. Achten sie besonders darauf, wenn er sich in kalter Umgebung erhebt. Das Hinken läßt nach, sobald sie das Gelenk erwärmt hat. Ob Ihr Freund starke Schmerzen ertragen muß, hängt davon ab, wie weit die Arthrose bereits fortgeschritten ist. Vor allem bei übergewichtigen Hunden nutzt sich der Knorpel schneller ab, da das Gelenk ständig überflüssige Pfunde herumschleppen muß. Hier kann man fast darauf warten, daß sich erste Symptome zeigen: Die Gelenke knacken, wenn sich der Hund in Bewegung setzt, sie schwellen an und die Muskulatur bildet sich aufgrund mangelnder körperlicher Aktivität zurück. Ist die Arthrose auf keine bestimmte Verletzung zurückzuführen, so tritt sie fast immer zeitgleich an mehreren Gliedmaßen auf.
Zwar wurde inzwischen auch von der Veterinärmedizin umfassend erforscht, doch die bisher bekannten Heilungsmethoden sind noch immer recht unbefriedigend. Ein übergewichtiger Hund muß in jedem Fall auf Diät gesetzt werden und sollte außerdem ein Fitneßprgramm absolvieren. Aber Vorsicht: Übertreiben Sie es nicht gleich mit dem Sport, denn anfangs bereitet Ihrem Hund jede Bewegung Schmerzen. Bedenken Sie, daß seine Gelenkstruktur durch die Krankheit geschädigt ist, und steigern Sie die Übungen nur ganz allmählich. Schützen Sie das gepeinigte Tier unbedingt auch vor Kälte und Feuchtigkeit.
Darüber hinaus kann eine medikamentöse Behandlung manchmal helfen, die Schmerzen des Hundes zu lindern und das Fortschreiten der Krankheit zu bremsen. Aspirin sowie andere salizylhaltige Mittel gehören zu den Basispräparaten einer Arthrose-Therapie. Doch sind sie leider nicht frei von Nebenwirkungen, denn Fleischfresser reagieren häufig mit Magenblutungen oder Erbrechen darauf. Kortison hat zumindest den Vorteil, daß es direkt in das geschädigte Gelenk gespritzt werden kann, doch seine Wirkungsdauer hält nicht lange vor. Ärzte empfehlen daher oftmals eine Schwefeltherapie: Schwefel schaltet sich in den Bildungsprozeß der Gelenkproteine ein und ist somit in der Lage, die Entwicklung der Krankheit zumindest zu verlangsamen.
Natürlich kann der Arzt eine Arthrose auch operativ behandeln. Bei einem chirurgischen Eingriff werden zunächst die Knochenwucherungen vom Gelenk entfernt. Dann "schmiert" man den geschädigten Bereich mit einer zähflüssigen Substanz, um die Gelenke wieder leichter gängig zu machen. In schweren Fällen erfolgt die Einpflanzung eines künstlichen Gelenks.
Bakterielle Hautkrankheiten
Bakterielle Hautkrankheiten sind beim Hund keine Seltenheit und werden häufig von Staupe, Parasitenbefall oder Seborrhöe ausgelöst. Für die Behandlung muß der vierbeinige Patient jede Menge Geduld mitbringen: Sie ist sehr langwierig, dauert fast immer mehrere Wochen, manchmal sogar ein paar Monate.
Pyodermien der Oberhaut hinterlassen wenigstens keine Narben. Sind jedoch Lederhaut oder Unterhautbindegewebe in Mitleidenschaft gezogen, so ist der Hund für sein Leben „gebrandmarkt“. Übrigens kann auch die gesunde Haut von Bakterien übersät werden.
Auf den Erreger kommt es an:Normalerweise stecken in jedem Haarfollikel und in jeder Talgdrüse unzählige potentielle Krankheitskeime. Andere Erreger zieht man durch eine bestimmte Krankheit erst zu. Staphylokokken z. B. sondern Toxine ab, die Teile des Hautgewebes zerstören, das Immunsystem schädigen und manchmal zu allergischen Reaktionen führen.
Oberflächliche Pyodermien:Diese Erkrankungen beschränken sich ausschließlich auf die Oberhaut (Epidermis):
· Rassen mit dichtem Fell (z. B. Deutscher Schäferhund) leiden häufig an äußerst schmerzhaften, nässenden Entzündungen, hervorgerufen durch Hautverletzungen oder Allergien. Da der Hund die schmerzende Stelle ständig beleckt, bildet sich dort nach kurzer Zeit ein Ekzem.
· Besonders in Hautfalten (Lefzen, Scham, Rute) bilden sich leicht Entzündungen, die oft vereitern, was mit einem unangenehmen Geruch verbunden ist.
· Akne und Eiterflechte (Impetigo) befallen mit Vorliebe die faltige Haut von Bulldogge und Shar Pei sowie Welpen unter einem Jahr. Akne äußert sich durch Knötchen (Pickel) und Eiterbläschen (Pusteln) im Fangbereich, während die Eiterflechte vor allem am Bauch und an den Oberschenkeln zu beobachten ist.
Tiefer liegende Pyodermien: Diese Hauterkrankungen sind naturgemäß schlechter zu behandeln und können an ganz unterschiedlichen Körperstellen auftreten:
· Große Rüden gehören zu den Lieblingsopfern der bereits erwähnten Staphylokokken! Die unsichtbaren Übeltäter gelangen durch kleine offene Wunden oder mit Hilfe von Parasiten in den Körper und entzünden die Haut zwischen den Zehen. Oft wird diese Hautkrankheit auch durch eine Immunschwäche ausgelöst. Der Hund verspürt starke Schmerzen, seine kranke Haut rötet sich und juckt. Die betroffenen Stellen werden zunächst desinfiziert, außerdem muß der Patient mindestens einen Monat lang Antibiotika zu sich nehmen.
· Auch sehr unangenehm: eine bakterielle Entzündung des Nasenrückens. Sie äußerst sich durch die Bildung von Pusteln und greift manchmal sogar auf den gesamten Kopfbereich über.
· An Hornhautentzündung erkranken Hunde, die auf einem zu harten Untergrund schlafen. Symptome sind nässende, haarlose Hautstellen sowie fühlbar verdickte, eitrige Hornhaut an Ellenbogen und Sprunggelenken. Eine schwer zu behandelnde Krankheit, die nicht selten einen chirurgischen Eingriff verlangt.
Ältere Deutsche Schäferhunde neigen verstärkt zu bakteriellen Hautkrankheiten. Ein harmloser Juckreiz weist bereits auf den Ausbruch eines Furunkels hin, kurz darauf bilden sich weitere Pusteln und Fisteln. Der Tierarzt kann meistens nur eine ungenaue Diagnose stellen und begnügt sich damit, das Haar an den betroffenen Stellen wegzuschneiden und die Haut desinfizieren.
Als Anasarka bezeichnet man ein ausgedehntes Ödem des Unterhautgewebes, an dem vor allem ganz junge Welpen unter vier Monaten erkranken. Es führt fast immer zum Tod, selbst wenn die erkrankte Haut intensiv mit Antiseptika und Antibiotika behandelt worden ist.
Bauchschmerzen
Als verantwortungsbewußter Hundehalter, müssen Sie plötzliche Bauchschmerzen Ihres Vierbeiners immer ernst nehmen. Am besten gehen Sie sogleich mit ihm zum Tierarzt, der den vierbeinigen Patienten genau untersucht und anschließend eine Diagnose stellt.
Die Diagnose: Zunächst einmal muß Frauchen oder Herrchen dem Tierarzt Rede und Antwort stehen: Wie alt ist der Hund? Wann haben seine Beschwerden angefangen? Treten sie vor oder nach dem Füttern auf? Alles, was Ihnen einfällt, kann wichtig sein. Anschließend versucht der Arzt, den Schmerz zu lokalisieren, indem er den Bauch des Hundes Stück für Stück abtastet. Er beobachtet aber auch sehr aufmerksam das Verhalten des Hundes. Um ganz sicherzugehen und seine Diagnose zu stützten, führt der Arzt ggf. noch weitere Untersuchungen wie Blutproben oder Röntgenaufnahmen durch.
Verstopfung, Durchfall: Ballaststoffarme Ernährung, Flüssigkeitsmangel, zu wenig Bewegung oder ein Muskelschwäche im Unterleib können leicht zu akuter Verstopfung führen. Der Hund ist nicht in der Lage, sein großes Geschäft wie gewohnt zu verrichten und erbricht. IN den meisten Fällen verabreicht man ihm Paraffinöl als Abführmittel und setzt einen Einlauf. Die Aufnahme von schädlichen Stoffen oder eine Vergiftung gehen oft mit Durchfall einher.
Parasitismus: Haben sich Parasiten im Darm Ihres Hunden eingenistet, so leidet er an Schluckauf, Durchfall und Verstopfung im Wechsel sowie an nicht genau lokalisierbaren Bauchschmerzen. In diesem Fall verschreibt der Arzt ein spezielles Medikament gegen den Wurmbefall.
Magenschleimhautentzündung: Leidet Ihr Hund an Magenschleimhautentzündung (Gastritis), so erbricht er häufig und verspürt großen Durst. Die Bauchdecke spannt und schmerzt im vorderen Bereich. Gastritis ist zumeist auf falsche Ernährung zurückzuführen, kann jedoch auch infolge einer Infektion oder Vergiftung auftreten. Bestes Gegenmittel: ein Tag Null-Diät und Medikamente gegen den Brechreiz. In manchen Fällen muß der Flüssigkeitshaushalt intravenös normalisiert werden. Hat der Hund etwas Ätzendes verschluckt, wird ihm der Magen ausgepumpt.
Bauchspeicheldrüsenentzündung: Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und das umliegende Gewebe entzünden sich vor allem bei übergewichtigen Hunde, die zuviel Fett essen. Der kranke Vierbeiner erbricht, leidet an Durchfall und ist matt und abgeschlagen. Der Arzt spritzt dann Kortisonpräparate, schmerzlindernde und krampflösende Mittel sowie Antibiotika.
Bauchfellentzündung: Im schlimmsten Fall ist die Ursache von Bellos Bauchschmerzen eine Bauchfellentzündung (Peritonitis). Auch für diese wirklich schwere Erkrankung gibt es eindeutige Symptome: Die Bauchdecke ist zum Zerreißen gespannt, der Hund erbricht und scheidet dünnflüssigen Stuhl aus, er ist völlig erschöpft und hat hohes Fieber. Jetzt dürfen Sie keine Zeit verlieren! Ihr Hund muß sofort operiert werden.
Darmverschluß: Bei Darmverschluß (Ileus) kommt der gesamte Verdauungsprozeß zum Stillstand. Der Hund ist schwach und innerlich ausgedörrt, er muß häufig erbrechen und leidet an heftigen, krampfartigen Leibschmerzen. Beim Tierarzt werden zunächst ein Blutbild und mehrere Röntgenaufnahmen angefertigt. Dann operiert man so schnell wie möglich und behandelt anschließend mit Antibiotika.
Bindehautentzündung
Bindehautentzündung auf beiden Augen ist oft auf eine allergische Reaktion zurückzuführen. Vielleicht wurde bei Ihrem Hund bereits eine bestimmte Allergie festgestellt, die nun auf die Augen übergegriffen hat? Bei Nesselsucht z. B. schwellen häufig die Lider an, und es kommt zu einer starken Rötung der Augen.
Manchmal tritt Bindehautentzündung als Reaktion auf Pollen, Staub oder Rauch auf. Am inneren Lidrand bilden sich glänzende Pünktchen, aber die Augen tränen in den seltensten Fällen. Diese Form der Erkrankung ist nicht weiter tragisch und verschwindet nach 24 Stunden normalerweise von selbst, nur die Rötung kann etwas länger anhalten. Bedenklich wird es erst, wenn der Hund fiebert, sich offenbar unwohl fühlt und keinen Appetit hat.
Akute und chronische Formen: Leidet der Hund an einer Infektionskrankheit wie Staupe oder Hepatitis, die auch die Atemwege befällt, so entwickelt sich häufig eine akute Form der Konjunktivitis, der Bindehautkatarrh. Er wird aber auch durch Verletzungen, chemische Reize oder Allergien verursacht. Das Auge rötet sich stark, schwillt beträchtlich an und sondert dickflüssigen weißen oder grauen Schleim ab. Zeigen sich diese Erscheinungen nur auf einem Auge, so ist die Ursache meist auf eine Verletzung oder einen Fremdkörper zurückzuführen. Chronische Bindehautentzündung folgt meist auf den unbehandelten Katarrh und ist ebenfalls auf eine bakterielle Infektion zurückzuführen. Wind und Staub sind weitere Risikofaktoren. Aktive Jagdhunde erkranken daher besonders häufig (und immer wieder) an Konjunktivitis. Die Symptome der chronischen Form fallen regelrecht ins Auge: dickflüssiger, gelber Ausfluß, der die Lider völlig erklebt, sowie ein leichter Lidkrampf.
Im schlimmsten Fall erkrankt der Hund an einer trockenen Bindehautentzündung, die meistens aus einer unbehandelten, chronischen Konjunktivitis hervorgeht. Die Symptome gleichen denen in den bereits beschriebenen Formen, hinzu kommt jedoch, daß die Tränendrüsen des Augen völlig austrocknen und keine Flüssigkeit mehr produzieren. Angegriffen wird vor allem die Hornhaut, sie bildet Geschwüre und verkümmert. Die entstandenen Schäden lassen sich nicht rückgängig machen, es bleiben narbige Veränderungen in der Hornhaut zurück. Auch Vitamin-A-Mangel oder eine Infektion kann die trockene Bindehautentzündung auslösen, doch das ist eher selten der Fall.
Die Behandlung: Geht die Krankheit auf eine Allergie zurück, so verschreibt der Arzt Antihistamine, um auf die Allergie einzuwirken, sowie gefäßverengende Mittel, um das Platzen der feinen Äderchen im Auge zu stoppen und die bestehenden Gefäße zu straffen. Nach ein oder zweit Tagen ist der Hund wieder völlig gesund. Beim Bindehautkatarrh wird das Auge zunächst sorgfältig gereinigt und anschließend mit Antibiotika in Form von Tropfen oder Salben behandelt. damit wird das Austrocknen des Auges verhindert. Ist die Konjunktivitis bereits chronisch, so versucht man, die Erreger der Infektion herauszufinden. Vor äußerlichen Risikofaktoren wie Wind und Staub muß der Hund nun ständig geschützt werden. Um ein Austrocknen der Hornhaut zu verhindern, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder wird dem Hund von nun an regelmäßig künstliche Tränenflüssigkeit zugeführt, oder der Arzt verlegt den Ohrspeicheldrüsengang in den Bindehautsack, wodurch das Auge dann mit Speichen befeuchtet wird.
Blasenentzündung
Die Ursache für die Entstehung der Blasenentzündung muß unbedingt geklärt werden, um mögliche Rückfälle zu vermeiden.
Ursachen: Zu den möglichen Ursachen einer Blasenentzündung gehören Harnsteine, eine angeborene Fehlbildung der Blasenwand, ein Tumor, eine Infektion oder eine Harnröhrenverengung. Tumore bilden sich meist im Harnblasenbauch oder -hals. Liegt eine Infektion vor, so sind Krankheitserreger in der Harnblase gelangt. Das kann bei einer Blasenuntersuchung passiert sein oder von einem Entzündungsherd im Bereich der Genitalien kommen. Von letzterer Möglichkeit sind Hündinnen weitaus häufiger betroffen, den Scheide und Gebärmutter befinden sind in unmittelbarer Nähe der Harnwege. Rüden haben eine längere Harnröhre und sind daher vor Keimen, die in die Blase aufsteigen, besser geschützt. Bei ihnen kann dagegen eine Prostataentzündung die Ursache einer Zystitis sein...
Urinproben, Röntgenbilder...: Eine Blasenentzündung zu diagnostizieren, ist normalerweise kein Problem. Die Schwierigkeit besteht vielmehr darin, ihre Ursache herauszufinden. Um eine Infektion nachzuweisen, entnimmt der Arzt eine Urinprobe und schickt sie zur Untersuchung ins Labor. Handelt es sich um eine einmalig aufgetretene Zystitis, so lassen sich die Keime mit Hilfe eines Teststreifens eindeutig erkennen. Hat der Patient jedoch bereits einen Rückfall erlitten, wird die Probe entweder mit einem Katheter entnommen (was beim Rüden wesentlich einfacher ist als bei einer Hündin) oder die Blase wird durch die Bauchdecke hindurch punktiert (Zystozentese). Vermutet der Tierarzt einen Tumor, Harnsteine oder angeborene Fehlbildungen, so röntgt er Blase und Harnröhre und führt unter Umständen auch eine Ultraschaluntersuchung durch.
Behandlung: Die Art der Behandlung einer Zystitis hängt von der ermittelten Ursache ab. Bei einer ersten Erkrankung wartet der Arzt das Ergebnis der Urinuntersuchung ab und verschreibt anschließend entzündungshemmende Mittel und Antibiotika. Leidet der Hund bereits zum wiederholten Male an einer Infektion, so sucht man im Labor nach dem dafür verantwortlichen Keim, und der Tierarzt verschreibt ein spezifisches Antibiotikum. Sind Tumore, angeborene Fehlbildungen oder Steine die Ursache, bleibt ein chirurgischer Eingriff meist nicht erspart. Kristalline Steine können oft durch eine Ernährungsumstellung aufgelöst werden.
Falls Sie bemerken, daß Ihr Hund alle paar Minuten wenige Tropfen Wasser läßt, die sich außerdem rötlich färben, weil sie Blut enthalten, dann bringen Sie ihn unverzüglich zum Tierarzt. Verabreichen Sie ihm auf keinen Fall nach eigenem Gutdünken Reste irgendwelcher Arzneien aus der Hausapotheke. Solche Medikamente verfälschen das Krankheitsbild, können die Beschwerden sogar verschlimmern oder Nebenwirkungen hervorrufen, die niemand einzuschätzen vermag.
Blockade im Verdauungstrakt
Wenn Sie wüßten, was Ihr Hund alles verschluckt... Normalerweise ist das nicht weiter schlimm, denn was vorne hineinpaßt, das kommt hinten auch wieder raus – könnte man meinen. Leider bringt es Bello jedoch manchmal auch fertig, schier unglaubliche Dinge hinunterzuwürgen, und die bleiben dann auf ihrem Weg zum „Ausgang“ entweder schon in der Speiseröhre, im Magen oder spätestens dann im Dünndarm hängen.
Unsere vierbeinigen Freunde haben die fatale Angewohnheit, alles zwischen die Zähne zu nehmen: Knochen, Spielzeug, kleine Bälle, Bindfäden, Steine, Nadeln, Obstkerne usw. All dies landet regelmäßig in ihrem Bauch. Bei diesem Verhalten sind „Verdauungsspannen“ natürlich vorprogrammiert – manchmal mit sehr schwerwiegenden Konsequenzen ...
In den meisten Fällen verlangsamt sich nur der Verdauungsprozeß ein wenig, wenn Ihr gefräßiger kleiner Freund mal wieder seinem ungewöhnlichen Appetit nachgegeben hat. Spätestens nachdem er das Steinchen oder die Murmel ausgeschieden hat, ist alles wieder in Ordnung. Manche Fremdkörper erweisen sich jedoch als ausgesprochen widerspenstig: Sie verkeilen sich im Verdauungstrakt und bringen den Nahrungsfluß zum Erliegen. In diesem Fall droht Darmverschluß, und jetzt muß der Tierarzt sofort helfen, denn der Hund befindet sich in akuter Lebensgefahr! Wo aber steckt der Fremdkörper fest? Entweder in der Speiseröhre, im Magen oder im Dünndarm. Zum Enddarm hin wird der Verdauungskanal wieder breiter, so daß hier selten etwas hängenbleibt.
In der Speiseröhre: Das Corpus delicti kann sich im engen Schlauch der Speiseröhre verkeilt haben, vor allem wenn Ihr Hund weder Futter noch Wasser bei sich behält, sondern ständig erbricht, sabbert und zusehends schwächer wird. Nichts wie zum Tierarzt! Dieser macht den Übeltäter durch eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs sichtbar. Dann erhält der Hund eine Vollnarkose, und der Arzt versucht, den Fremdkörper mit Hilfe eines Endoskops herauszuziehen. Das ist ein schlauchartiges Gerät, das mit einem Kamerasystem ausgestattet ist und in die Speiseröhre eingeführt wird. Durch den Schlauch wird eine an einem flexiblen Draht befestigte, winzige Zange eingelassen, mit der man den Fremdkörper eventuell greifen kann. Wurde der Gegenstand erfolgreich entfernt, untersucht der Tierarzt noch den Zustand der Speiseröhre und behandelt eventuelle Verletzungen. Kann er Ihrem Hund per Endoskopie nicht helfen, muß er einen chirurgischen Eingriff vornehmen.
Im Magen: Sitzt das Hindernis im Magen fest, dann stört es den Magenschließmuskel, den Magenpförtner, bei seiner Arbeit. Das bedeutet, daß der gesamte Speisebrei im Magen hängenbleibt und nicht weiter in den Dünndarm fließt. Kaum hat der Hund etwas gefressen, erbricht er es auch schon wieder. Die Folgen sind Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und innere Austrocknung. Lassen Sie daher Ihren Hund beim geringsten Verdacht sofort röntgen. Hat sich wirklich ein größerer Fremdkörper in seinem Magen verkeilt, so wird er entweder endoskopisch oder operativ entfernt. Und keine Angst: Hunde überstehen solche Eingriffe sehr gut. Kleine Steine verursachen dagegen keinerlei Beschwerden und können auch auf einem Röntgenbild auftauchen, das aus einem anderen Grund angefertigt wurde.
Im Darm: In den meisten Fällen sitzt der verschluckte Fremdkörper im Dünndarm fest, und das hat die schwerwiegendsten Konsequenzen (Darmverschluß, Bauchfellentzündung, Blutvergiftung...). Suchen Sie daher gleich bei den ersten Anzeichen den Tierarzt auf: Der Hund übergibt sich sehr häufig, wobei das Erbrochene entweder mit Blut vermischt ist oder das Aussehen von Exkrementen hat. ER ist niedergeschlagen und innerlich ausgetrocknet. Seine starken Schmerzen versucht er durch ungewöhnliche Stellungen zu mildern, wölbt den Rücken nach oben oder nimmt Sphinxhaltung ein. Wenn Sie ihm den Unterleib abtasten, tut ihm das sehr weh. Läßt sich der Fremdkörper schon von außen fühlen, dann kann der Tierarzt seine Diagnose schnell stellen. Zur Sicherheit wird jedoch in den meisten Fällen noch eine Röntgenaufnahme gemacht.
Blut im Harn
Der Urin des Hundes enthält unter anderem auch rote Blutkörperchen, von denen normalerweise etwa 3000 pro Minute ausgeschieden werden.
Woher kommt die Blutung? Wenn die Menge der roten Blutkörperchen im Urin anormal hoch ist, muß man den Ort der Blutung lokalisieren. Um herauszufinden, woher das Problem rührt, ist es besonders wichtig, den kranken Hund beim Wasserlassen zu beobachten. Blutungen, die ihre Ursache im Genitalbereich haben, treten zu Beginn des Urinierens auf, manchmal auch ganz unabhängig davon. Handelt es sich um Blutungen, deren Ursache im Blasenbereich liegt, dann ist der Urin während des Wasserlassens die ganze Zeit blutig. Die Hämaturie kann natürlich auch mit einer Nieren-, Harnleiter- oder Harnröhrenerkrankung zusammenhängen. Hat der Tierarzt die Erkrankung lokalisiert, kann er genauere Untersuchungen mittels Röntgenaufnahmen oder Ultraschal durchführen.
Was ist die Ursache? Bei Hunden kommen Hämaturien, die ihre Ursachen im Genital- oder im Blasenbereich haben, am häufigsten vor. Erstere können beim Rüden auf ein Prostataproblem zurückzuführen sein, während bei der Hündin manchmal ein Vaginaltumor oder Gebärmutterblutungen auftreten. Wenn das Blut im Urin auf eine Blasenkrankheit zurückzuführen, dann hängt das oft damit zusammen, daß der Hund Blasensteine hat. Diese sind entweder die Folge einer Harnwegsinfektion, oder ihre Entstehung kann genetisch bedingt sein. Auch Blasentumore oder Nierenleiden können die Ursache für Blut im Urin sein.
Die Behandlung: Es gibt keine allgemeine Heilungsmethode, denn Blut im Urin ist lediglich ein Symptom. Behandelt werden müssen die Ursachen. In vielen Fällen können Medikamente verabreicht werden. Manchmal muß der Tierarzt aber auch operieren. Bei Blutungen im Genitalbereich von Rüde oder Hündin sowie bei Nierensteinen oder Nierentumoren hilft meist nur ein chirurgischer Eingriff. Es gibt aber auch Prostata- oder Nierenerkrankungen sowie gewisse Blasensteine, die medikamentös behandelt werden können.
Depressionen beim Hund
Trotz seines verspielten, unbekümmerten Wesens plagt sich auch der Hund hin und wieder mit Zweifeln und Lebensängsten herum. Läßt er plötzlich den gewohnten Schwung vermissen und verzieht sich tagelang in seine Schmollecke, dann hat er möglicherweise an einer Depression zu knacken ... Zum Glück können Sie als Halter einiges tun, um ihm da herauszuhelfen!
Schlapp wie ein nasses Handtuch liegt der Hund in seinem Korb, läßt den Ball, den Sie werfen, achtlos an sich vorbei rollen und ist nicht einmal für die Späße der Kinder zu haben. Da stimmt doch etwas nicht, den normalerweise kennt man ihn als fröhliches Energiebündel, das einen Riesespaß am Leben hat. Warum ist Ihr Freund plötzlich so niedergeschlagen? Dafür kann es ganz verschiedene Gründe geben: anhaltender Streß, Frust oder Angst.
Streß-Opfer: Für jeden Körper ist zuviel Streß eine große Gefahr. IN einer akute Streßsituation wird zuviel Adrenalin ausgeschüttet, ein Hormon des Nebennierenmarks, das im Überfluß Muskelverspannungen auslöst und das Reaktionsvermögen herabsetzt. Wiederholt sich eine solche Situation regelmäßig, dauert sie vielleicht sogar an, so ist der Körper absolut überfordert und reagiert mit totaler Erschöpfung und einer schweren Depression. Meßbar wird die übermäßige Beanspruchung durch zu schnelle Atemzüge oder einen erhöhten Pulsschlag. Was aber kann einen Hund überhaupt in Streß versetzen? Zum Beispiel ein Umzug: Wenn sich von einem Tag auf den anderen das Lebensumfeld komplett verändert, man möglicherweise vom Dorf in die Stadt gezogen ist, bringt das häufig gewaltige Anpassungsschwierigkeiten mit sich. Der Hund geht seelisch durch die Hölle. Nicht jeder Vierbeiner ist ein wandelndes Energiebündel; mancher mag´s lieber ruhig und beschaulich. Gerät ein solcher Zeitgenosse in einen lärmigen Haushalt, wo Kinder über Tisch und Bänke gehen, so bedeutet das ebenfalls Streß.
Streß und Angst: Auch Frustrationen können eine Form von Streß auslösen. Enttäuscht man z. B. die Erwartungen des Hundes (weil man für den gewohnten Fußmarsch vielleicht keine Zeit mehr hat), so stellt sich bei ihm ein Zustand bitterer Unzufriedenheit ein. Auch die Anwesenheit eines jüngeren Hundes in der Familie kann dem älteren Vierbeiner schwer zu schaffen machen. Bestimmte Rassen fühlen sich nur innerhalb der Meute richtig wohl. Wer einen Meutehund von seinen Artgenossen trennt, schafft ein Ungleichgewicht zwischen den Lebensumständen und der Persönlichkeit des Tieres. Die daraus resultierende Belastung kann zum einen zur Depression führen und der Hund verliert seine Energie und Lebensfreude, zum anderen wird manch friedfertiger Hund auch ganz plötzlich aggressiv.
Auch nervöse Angst, die beim Hund (im Gegensatz zum Menschen) als krankhaft eingestuft wird, mündet manchmal in eine Depression. Manche Situationen stürzen unseren vierbeinigen Freund nicht etwa in Angst und Schrecken, sondern lösen eine unbestimmte Furcht bei ihm aus. Verhaltensforscher haben herausgefunden, daß Veränderungen im Lebensumfeld eine ganz entscheidende Rolle spielen. Ein auf dem Land geborener und aufgewachsener Hund empfindet den Lärm der Großstadt möglicherweise als Bedrohung für Leib und Leben, ein Welpe, den man zu früh von der Mutter getrennt hat, hängt wie eine Klette an Klette an Herrchen oder Frauchen, weil er befürchtet, auch diese Bezugsperson zu verlieren.
Emotionaler Schock: Viele Hunde reagieren mit chronischer Niedergeschlagenheit auf einen emotionalen Schock. Von einer Depression spricht man, wenn die folgenden Symptome mindestens acht Tage anhalten: Gleichgültigkeit gegenüber allem und jedem, Appetitlosigkeit, Frigidität oder Impotenz ... Der Tierarzt verschreibt Antidepressiva, die jedoch kein Beruhigungsmittel enthalten, sondern die gewohnte Aktivität des Hundes wiederherstellen sollen.
Aktiv im Alter: Ein Hund, der sich in seiner Depression völlig zurückzieht, hat meistens das kritische Alter von sieben oder acht Jahren erreicht. Klassische Symptome sind ständige Niedergeschlagenheit und Gleichgültigkeit. Außerdem fällt er in welpenähnliches Verhalten zurück, uriniert und kotet im Schlaf und frißt, was immer ihm unter die Nase kommt. Dieses Phänomen kann vielschichtige Gründe haben: Möglicherweise leidet der Hund an Ängsten, die niemand ernst nimmt. Oder aber es liegt eine organische Ursache vor wie z. B. Durchblutungsstörungen, Schilddrüsenüberfunktion oder Rückbildung der Gehirnzellen. Für Gebrauchshunde, die ihr Leben lang gearbeitet haben, ist auch der plötzliche "Ruhestand" ein Problem. Bewegung und Sport sollten grundlegender Bestandteil jeder Therapie sein, doch um wieder ganz der Alte zu werden, braucht Ihr Freund vor allem Zuwendung und Rückhalt in der Familie.
Die Hundeapotheke
Alle Bürsten und sonstigen Gegenstände, die Sie zur Pflege Ihres Hundes brauchen, sollten stets greifbar sein. Außerdem sollten Sie auch immer etwas bereit haben, um Verletzungen bei Ihrem Vierbeiner behandeln zu können, und einen Grundstock an Medikamenten, wie z. B. Desinfektions- und Wurmmittel, anlegen.
Ihr Hund hat vielleicht kurzes oder langes Fell, vielleicht ist es fettig oder trocken, vielleicht glatt oder lockig... Wählen Sie also ein Hundeshampoo, das seinem Fell entspricht: Wo wird seine Pflege leichter und wirkungsvoller zugleich. Es gibt übrigens auch Trockenshampoos für Hunde. Diese müssen allerdings nach dem Auftragen sehr gründlich ausbürsten.
Grundausstattung für die Hundepflege: Je nachdem, was für ein Fell Ihr Hund hat, werden Sie auch unterschiedliche Bürsten benutzen: Während des Fellwechsels im Frühjahr und im Herbst brauchen Sie schon eine Bürste mit besonders langen, festen Borsten, um möglichst viele lose Haare damit zu erfassen. Zum Schneiden der harten Krallen eines Hundes benötigen Sie eine spezielle Zange. Auch eine Zahnbürste und Zahnpasta sollten Sie für Ihren Hund im Haus haben (und hin und wieder benutzen). Außerdem brauchen Sie Ohrenreinigungsmittel, mit dem Sie Ohrenschmalz vorsichtig entfernen können. Das lassen Sie sich aber am besten von Ihrem Tierarzt zeigen, denn man darf nicht zu tief in den Gehörgang des Hundes eindringen. So können Sie auch übrigens auch aus dem Gehörgang dringende, unangenehme Gerüche beseitigen. Hin und wieder sollten Sie Ihrem Hund das Hinterteil reinigen oder teilbaden, um unangenehme Gerüche zu entfernen. Ein aufmerksamer Hundebesitzer sorgt dafür, daß sein Freund immer sauber und gepflegt ist!
Mittel gegen Ungeziefer: Für Ihren Hund brauchen Sie unbedingt ein wirkungsvolles Mittel gegen Ungeziefer. Zur externen Anwendung gibt es z. B. spezielle Halsbänder, Puder und Sprays. Andere Mittel sind zur inneren Anwendung gedacht, sie werden eingenommen oder gespritzt und gehen in die Blutbahn, von wo aus sie blutsaugende Insekten vergiften. Natürlich muß Ihr Hund auch regelmäßig eine Wurmkur machen, bei Welpen ist das besonders wichtig! Schon vor der Geburt kann ein Welpe über die Mutter mit Würmern infiziert werden, und später ist jeder Hund durch die Nahrungsaufnahme dieser Gefahr ausgesetzt. Mit einem Breitbandwurmmittel können Sie alle Wurmarten des Hundes gleichzeitig erfolgreich bekämpfen.
Mittel gegen Durchfall und Verstopfung: Durchfall und Verstopfung kommen bei einem Hund recht häufig vor, in der Regel hängen sie mit dem zusammen, was der Hund gefressen hat. Durchfall ist bei Hunden meist sehr heftig, vergeht aber oft auch von selbst wieder. Hält er jedoch an, sollten Sie nicht zögern, Ihrem Vierbeiner ein Medikament zu geben, das antiseptisch wirkt und die Verdauung reguliert. Hat Ihr Hund Verstopfung, liegt das fast immer daran, daß er zu große Knochenstücke gefressen hat. In dem Fall wirkt vor allem Paraffinöl wahre Wunder!
Thermometer, Verbandszeug: Wenn Ihr Hund krank ist, brauchen Sie ein Fieberthermometer. Sie müssen kontrollieren, ob er erhöhte Temperatur oder richtig Fieber hat. Tauchen Sie die Spitze des Thermometers in Vaseline,...
Ferienapotheke
Schnell schneidet sich ein Hund am Strand an einem Flaschenkorken, zieht sich einen Spreißel in den Ballen oder verletzt sich am Seestern. Für solche Fälle sollten Sie eine kleine Notfallapotheke bereithalten: Mullbinde, elastische Binde, Desinfektionsmittel, Klebepflaster für die Binden, ein steriles Mulltuch, Schere, Pinzette. Kleine Wunden nur kurz säubern und desinfizieren, sie heilen offen besser. Starke Blutungen stillen und großflächig abdecken.
Schenken Sie einem hinkenden Hund nicht zuviel Aufmerksamkeit, sondern behandeln Sie ihn wie einen erwachsenen Menschen. Sonst hinkt er bald zur Show.
Die Zuckerkrankheit
Was bedeutet "zuckerkrank?" Die tägliche Nahrung von Hund, Kathe wie auch dem Menschen wird unter anderem in einen bestimmten Baustein, eine Zuckerart, zerlegt. Dieser Zucker heißt "Glukose". Er ist die Energie für jede Körperzelle, wie Strom für eine Glühbirne. Um diese Energie in die Zelle zu bekommen, wird ein Hormon benötigt: Insulin. Dieses ist praktisch der Lichtschalter. Es stellt die Zelle drauf ein, jetzt Energie, also Glukose, aufnehmen zu können. Ist nicht genügend Insulin vorhanden, werden die Zellen - und der gesamte Körper besteht aus Zellen - zum einen nicht genügend mit Energie versorgt, zum anderen wird der Zucker, der sich aus der Nahrung m Blut befindet, nicht abgebaut. Er kreist ungenutzt im Körper und sammelt sich an. Das Tier ist an "Diabetes mellitus" erkrankt.
Es gibt unterschiedlichste Gründe, warum der Stoffwechsel so entgleist: Im häufigsten Fall ist der Hersteller des Insulins, die Bauchspeicheldrüse, nicht mehr in der Lage (genügend) Hormon herzustellen. Aber auch Streß oder andere Grunderkrankungen können den Stoffwechsel durcheinander bringen und eine eventuell nur vorübergehende Zuckerkrankheit verursachen. Meist muß dem Tier zur Behandlung Insulin zugeführt werden. Damit kann der Zucker aus dem Blut wieder in die Zellen gelangen, sammelt sich nicht mehr im Blut an und alles läuft wieder wie beim gesunden Hund ab.
Übrigens: Zucker ist nicht nur im Süßen enthalten. Das Verdauungssystem wandelt alle mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate wie Haferflocken, Nudeln, Kartoffeln usw. in Zucker um - und die befinden sich in fast allen Futtermitteln für Hunde sowie Katzen.
Folgen von Diabetes mellitus:
Wenn der Blutzuckergehalt über das normale Maß hinaus ansteigt, versucht der Körper, sein verdicktes Blut zu verdünnen. Ihr Tier wird sehr viel mehr Wasser trinken und dementsprechend oft auch Urin absetzen. Dieser Urin enthält überschüssigen Zucker. Dies hat der Krankheit auch ihren Namen gegeben. In Urzeiten hat man den Diabetes schon durch eine Geschmacksprobe des Urins feststellen können. Schmeckte er süß, war eine Zuckerkrankheit diagnostiziert (lat. mellitus = mit Honig versüßt; gr. Diabetes = Durchfluß).
Zucker ist, wie gesagt, der Energielieferant für die Zellen. Wird den Zellen durch den Insulinmangel zu wenig Energie zur Verfügung gestellt, bekommen die Tiere Hunger. Sie fressen also mehr. Der mit dem Futter aufgenommene Zucker kann jedoch nicht in die Zellen gelangen und wird über den Urin wieder ausgeschieden d.h., trotz vermehrter Futteraufnahme nehmen die Tiere häufig ab. Der Gesamtzustand des Tieres verschlechtert sich.
Wird Diabetes nicht behandelt, so hat das im weiteren Verlauf der Erkrankung Auswirkungen auf den gesamten Organismus wie Leistungsschwäche, Apathie, Trübung des Auges oder Schlimmeres.
Die Aussichten für ein zuckerkrankes Tier sind von unterschiedlichen Faktoren abhängig:
- der Ursache der Erkrankung,
- der frühzeitigen Erkennung,
- der kontinuierlichen Behandlung.
Die Zuckerkrankheit kann zwar nicht geheilt werden; durch eine Behandlung können die Tiere allerdings genauso glücklich, lebenslustig und lange wie zuvor mit Ihnen leben: Dies fordert natürlich eine konsequente Therapie mit Insulin. Heutzutage steht ein speziell für die Tiermedizin entwickeltes Insulin zur Verfügung, was die Anwendung stark vereinfacht.
Wie kann man Diabetes erkennen?
Wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte auf Ihr Tier zutreffen, sollten Sie Ihren Tierarzt befragen. Schnelles Handeln schützt vor Folgeschäden.
- Hat Ihr Tier ungewöhnlich häufig Durst und trinkt
sehr viel mehr als früher?
- Muß Ihr Tier oft Urin absetzen oder macht sogar in
die Wohnung?
- Kommt Ihnen Ihr Tier müder oder abgeschlagener
als früher vor?
- Hat es Heißhunger oder bettelt viel?
- Hat es dennoch in der letzten Zeit an Gewicht
verloren?
- Haben Sie den Eindruck, daß Ihr Tier in letzter
Zeit schlechter sieht oder sich die Augen trüben?
Kann man vorbeugen?
Grundsätzlich kann man Diabetes leider nicht verhindern. Eventuell kann man durch Erhaltung des Idealgewichtes, das Risiko senken.
Wie sind die Aussichten?
Falls Ihnen deutliche Veränderungen, wie oben beschrieben, über mehrere Tage hin auffallen, sollten Sie den Tierarzt aufsuchen. Wird eine Zuckerkrankheit festgestellt, ist diese heutzutage kein Problem mehr. Erfahrungen zeigen, daß Tiere mit einer diszipliniert behandelten Zuckererkrankung genauso lang - und glücklich - wie gesunde Tiere leben. Und hier ist die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihrem Tierarzt der wichtigste Schritt.
Herz-Kreislauf-system
Beim ausgewachsenen Hund bewegt sich der Herzrhythmus zwischen 60 und 180 Schlägen in der Minute, wobei natürlich Körpergröße, Kondition und psychische Verfassung eine entscheidende Rolle spielen. Der Pulsschlag eines durchtrainierten Sportlers kann in der Ruhe durchaus auf 60 absinken, während es ein nervöser Yorkshire im Erregungszustand ohne weiteres auf 180 bringt. Das Herz eines Welpen schlägt in einer Minute sogar bis zu 220 mal.
Strengt sich der Hund an, so braucht er mehr Sauerstoff: Atmungsorgane und Kreislauf legen sich mächtig ins Zeug, um das Blut so schnell wie möglich durch den Körper zu pumpen.
Eine Pumpe...: Im Zentrum des kardiovaskulären Systems befindet sich das Herz. Gleich einem Motor pumpt es das Blut im Kreislauf durch sämtliche Gefäße des Körpers. Das funktioniert aber nur, wenn Herzmuskel und Herzklappen optimal zusammenarbeiten. Das Herz besteht aus zwei Abschnitten, dem linken und dem rechten Herzen, die sich in je eine Vorkammer und eine Herzkammer gliedern. Die Herzkammern sind wiederum mit zwei Klappen ausgestattet, die sich gleichmäßig öffnen und schließen und damit den regelmäßigen Blutfluß gewährleisten.
... für das Blut! Schon im Mutterleib nimmt der Körper des ungeborenen Welpen die Blutproduktion auf, und zunächst einmal stellen Leber und Milz die Blutkörperchen her. Ist der junge Hund dann auf der Welt, ändert sich langsam dieses System. Beim erwachsenen Hund übernimmt das Knochenmark diese Aufgabe. Die Funktion der Milz besteht dagegen in der Bildung weißer Blutkörperchen und im Abbau gealterter, roter Blutkörperchen; weiterhin vermag sie, Blut zu speichern und im Bedarfsfalle wieder an den Kreislauf abzugeben. Das Blut setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen: den roten Blutkörperchen (Erythrozyten), den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und den Blutplättchen (Thrombozyten). Die Erythrozyten enthalten den roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Die Leukozyten gelten als "Gesundheitspolizei" des Körpers, die Krankheitserreger bekämpft und den Hund damit vor Infektionen schützt. Die Thrombozyten erfüllen eine wichtige Funktion bei der Blutgerinnung.
Funktion des Kreislaufs: Die Zellen des Organismus benötigen für den Ablauf der Lebensvorgänge ständig Stoffe, die ihnen zugeführt werden (Versorgungsfunktion), andere Stoffe müssen dagegen eliminiert werden (Entsorgungsfunktion). Den Transport dieser Stoffe besorgt das Blut. Die Transportwege sind Arterien, Venen und Haargefäße (Kapillaren). Während Arterien und Venen eine reine Transportfunktion erfüllen, findet in den Kapillaren der Stoffaustausch statt. Für die Blutbewegung sorgt die rhythmische Bewegung des Herzens. Der Weg des Blutes, der sich in immer gleicher Richtung und gleichen Bahnen bewegt, wird Kreislauf genannt. Die roten Blutkörperchen transportieren auf diesem Wege nicht nur Nährstoffe, sondern auch Sauerstoff und Kohlendioxid überall hin. Beim Großen oder Körperkreislauf wird das Blut aus der linken Herzhälfte durch den gesamten Organismus und dann zurück zur rechten Herzhälfte gepumpt. Den Weg von der rechten Herzhälfte über die Lungen zur linken Herzhälfte nennt man Kleinen oder Lungenkreislauf.
Gasaustausch: In der Lunge wird das Blut vom Kohlendioxid befreit und frisch mit Sauerstoff beladen. Dann fließt es über kleinere und größere Adern in die großen Lungenvenen, die in die linke Vorkammer münden. Von hier gelangt das Blut in die linke Herzkammer, die es dann unter relativ hohem Druck durch die Aorta wieder verläßt. Von der Aorta gehen alle Arterien ab, welche die Organe und das Gewebe des Körpers mit frischem Blut versorgen. Am Bestimmungsort angekommen, fließt das Blut durch ein Netz unzähliger kleiner Haargefäße. Diese Kapillaren münden ihrerseits wieder in kleinere und größere Blutadern und vereinigen sich schließlich in den beiden großen Hohlvenen, die in die rechte Herzkammer münden.
Knochentumore
Geschwülste am Skelettsystem sind relativ selten (etwa 3 % aller Geschwülste), doch kennt man sie sowohl aus der Human- als auch aus der Tiermedizin. Der Hund wird vom Tierarzt eingehend untersucht, die abschließende Diagnose stützt sich jedoch stets auf ein Röntgenbild und eine Gewebeprobe. Ein bösartiger Tumor muß so schnell wie möglich operativ entfernt werden.
Das Osteosarkom: Kein Knochentumor ist beim Hund weiter verbreitet als das Osteosarkom. Es handelt sich dabei um wucherndes, bösartiges Krebsgewebe mit Neigung zur Verknöcherung, das in 75 % aller Fälle in den Gliedmaßen (Oberschenkel, Oberarmknochen) entsteht. Schulterblatt, Kiefer und Hinterhauptsbein können jedoch ebenfalls betroffen sein. Osteosarkome bilden sich nicht unbedingt erst im Alter. Auch junge Tiere erkranken, und Hunde im Alter von sechs bis sieben Jahren scheinen sogar besonders gefährdet zu sein. Große Rassen (Bernhardiner, Dogge, Deutsche Schäferhunde, Irischer Setter, Boxer...) sind allgemein anfälliger als kleinere. Wie aber kommt es zur Bildung eines Osteosarkoms? Als auslösende Risikofaktoren gelten Stürze, Raufereien mit Artgenossen, nicht richtig ausgeheilte Knochenbrüche, Operationen und Implantate. Frauchen oder Herrchen bemerken anfangs wahrscheinlich gar nichts, denn der Hund wird nur ganz leicht hinken. Mit der Zeit verstärkt sich aber der hinkende Gang und der Allgemeinzustand des Tieres wird zunehmend schlechter.
Düstere Aussichten: Auf dem Röntgenbild sind größere Tumore deutlich zu erkennen. Tochtergeschwülste, die sog. Metastasen, entstehen in Lunge, Nieren, anderen Knochen, Lymphknoten, Herz, Darm, Leber oder Milz. Sind noch keine Metastasen vorhanden, so verspricht die Amputation des betroffenen Gliedes Hoffnung auf Heilung. Dennoch kann kein Tierarzt garantieren, daß sich die Krankheit nicht einen anderen Weg sucht und drei oder vier Monate nach der Amputation erneut ausbricht.
Das Fibrosarkom: Ein Fibrosarkom ist eine harte, bindegewebsreiche Geschwulst, die wesentlich seltener diagnostiziert wird. Sie bildet sich meistens im Bereich der Nasennebenhöhlen oder ebenfalls in den Gliedmaßen, schädigt das Knochengewebe und läßt Krebszellen wuchern. Entsteht die Geschwulst an einem länglichen Knochen (Oberarmknochen, Elle, Schienbein), so schmerzt die betroffene Stelle und schwillt an, der Hund beginnt zu hinken. Ein Fibrosarkom am Kopf deformiert den gesamten Schädel. Die Krankheit schreitet langsam voran, Metastasen bilden sich erst wesentlich später als beim Osteosarkom.
Das Chondrosarkom: Etwa 11 % aller Knochentumore beim Hund sind Chondrosarkom. Sie entwickeln sich aus knorpeligem Gewebe und betreffen flache Knochen (Nasenmuschel, Rippen, Oberkiefer, Oberseite der Schulterblätter, Schambeinfuge...). Besonders häufig treten sie bei Boxern und Deutschen Schäferhunden auf. Die Röntgenaufnahme zeigt einzelne Geschwulstknoten. Normalerweise schreitet die Krankheit langsam voran, und die Tumore greifen nur selten auf benachbarte Knochen oder Knorpel über. Gefäßbedingte Komplikationen, wie Ödeme in den Gliedmaßen, sind nur in Ausnahmefällen zu beobachten, so daß die meisten Hunde nicht leiden. Eine Geschwulst in der Nasenmuschel bedingt häufiges Niesen und Nasenbluten. Metastasen bilden sich nur in 18 % aller Fälle, so daß die Prognose insgesamt wesentlich günstiger ausfällt als bei Osteosarkom- oder Fibrosarkom-Erkrankungen.
Körperräude
Die Körperräude führt zu einem starken und ständigen Juckreiz. Verantwortlich für diese Parasitenkrankheit ist die Sarkoptesmilbe (Sarcoptes scabiei).
Eine winzige Milbe: Die Sarkoptesmilbe ist oval, hat vier kurze Beine und ist zwischen 0,2 und 0,4 Mikrometer groß. Die weibliche Milbe gräbt einen Gang in die Oberhaut des Hundes und legt dort ihre Eier ab. Während ihres drei- bis vierwöchigen Lebenszyklus wird sie eines Tages durch das ständige Kratzen des Hundes aus ihrem "unterirdischen Gang" hinausgeschleudert. Der Juckreiz hört aber damit nicht auf, denn er wird durch die Eier und die Exkremente der Milben verursacht.
Befallene Stellen: Der Befall beginnt zunächst an den Pfoten des Hundes und schreitet dann an der Unterseite des Körpers sowie in der Leistengegend fort. Als nächstes ist der Bauch betroffen, und nur eine Körperstelle bleibt ausgespart, nämlich die Rückenlinie. Besonders gerne macht sich die Sarkoptesmilbe auf den Ellenbogen und am Rand der Ohren zu schaffen, denn diese Körperstellen sind nur sehr dünn behaart. An jeder Stelle, an der eine Milbe in die Haut des Hundes eingedrungen ist, bildet sich eine Pustel. Diese Pusteln sind rot und hart, zumeist von einer kleinen Kruste bedeckt, und anfangs nur schwer auszumachen.
Ein schrecklicher Juckreiz: Das wichtigste Symptom dieser Krankheit ist der furchtbare Juckreiz, der den Hund befällt. Der arme Vierbeiner hat jedoch nicht nur mit dem starken Juckreiz zu kämpfen, sondern auch mit einer allergischen Reaktion, die dadurch entsteht, daß sich der Speichel des Hundes mit den Substanzen, die diese Milben aussondern, mischt. Je mehr sich der Hund also kratzt und beißt, desto stärker wird der Juckreiz. Das unablässige Kratzen führt wiederum zu Hautverletzungen und zu krankhaftem Haarausfall. Die Haut näßt und entzündet sich, verkrustet, und es entstehen mehr oder weniger blutige Eiterpusteln. In diesem Stadium ist die Krankheit extrem ansteckend - auch für Menschen! Die Körperwärme des Hundes ist für die Entwicklung dieser Milbe ideal, und nachts, wenn der Hund in seinem warmen Korb liegt, wird sie besonders aktiv.
Die Behandlung der Räude: Als erstes muß der von der Räude befallene Hund isoliert werden mit einem speziellen Anti-Milben-Mittel behandelt, anschließend wird das Tier mit einem juckreizlindernden Shampoo gewaschen. Diese Mittel verbessern den Zustand des Fells und stellen das Säure-Basen-Gleichgewicht wieder her. Zu Beginn der Behandlung kann es zu einer Zunahme des Juckreizes kommen. Das hängt damit zusammen, daß bei der Ausrottung der Parasiten eine Menge allergener Substanzen in der Haut freigesetzt werden. Um einer eventuellen bakteriellen Sekundärinfektion zuvorzukommen, bekommt der Hund zusätzlich Antibiotika. Diese Behandlung muß in einem Zeitraum von drei bis vier Wochen mehrmals wiederholt werden. Auch die Umgebung des Hundes muß gründlich gereinigt werden und desinfiziert werden, und sollten noch weitere Hunde in Ihrem Haushalt leben, so müssen auch diese mit dem Anti-Milben-Mittel und dem Spezialshampoo behandelt werden.
Verschiedene Räuden: Es gibt noch zwei andere Formen der Räude, die ebenfalls durch Milben ausgelöst werden: Die Ohrräude, die von einer Milbe mit dem lateinischen Namen Otodectes cynotis ausgelöst wird, und die notoedrische Räude, die durch den Erreger Notoedres cati ausgelöst wird. Bei letzterer handelt es sich um eine Parasitenkrankheit, die vorwiegend bei streunenden Katzen auftritt und auf den Menschen und den Hund übertragbar ist.
Leptospirose
Eine weitere gefährliche Erkrankung ist die Leptospirose. Sie ist auch unter dem Namen Stuttgarter Hundeseuche oder Weilsche Krankheit bekannt. Die Erreger dieser Erkrankung gehören zu den Bakterien. Verschiedene Leptospirosenarten sind nicht nur für den Hund, sondern auch für den Menschen gefährlich. Hunde, Ratten, Mäuse und andere Tiere gelten als Ansteckungsquellen. Auch verschmutzte Teiche, Tümpel, Gräben oder Sümpfe beherbergen das Bakterium. Die Krankheit beginnt oft mit abnormer Müdigkeit und schwankendem Gang, der besonders das Springen und Treppensteigen erschwert. Im weiteren Verlauf der Erkrankungen kommt es dann zu Fieber, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall und zu Schädigung der Leber und der Nieren.
Magendrehung und ihre Symptome
Die Tiermedizin bezeichnet Magendrehung bei Hunden als Torsio ventriculi. Grundsätzlich ist keine Rasse davor gefeit; besonders gefährdet sind jedoch großwüchsige Hunde, wie die Deutsche Dogge, der Briard, der Setter oder der Berner Sennenhund. Weder Alter noch Geschlecht des Tieres spielen einen Rolle, ein alternder Rüde kann ebenso von Torsio ventriculi betroffen werden wie eine junge Hündin. Herrchen und Frauchen müssen also stets wachsam sein und im Notfall schnell reagieren. Adresse und Telefonnummer einer Tierklinik sollten immer griffbereit sein. Klären Sie auch frühzeitig, ob die Tierklinik auf Notfälle eingestellt und rund um die Uhr geöffnet ist.
Auslösende Faktoren: Die Wissenschaft kennt die genaue Ursache von Torsi ventriculi bis heute nicht. Man weiß jedoch ziemlich genau, unter welchen Umständen dieses Phänomen auftritt: Am häufigsten werden Hunde nah einer üppigen, gierig hinuntergeschlungen Mahlzeit betroffen. Auch körperliche Anstrengung direkt nach dem Fressen begünstigt Magendrehungen, genauso wie Streß. Bei sehr verspielten Hunden, die leicht einmal einen Fremdkörper verschlucken, kann diese Krankheit ebenso auftreten (bei ihnen kommt es aber meist eher zu einem Darmverschluß). Auch ein Hund, der sich leicht erbricht, ist gefährdet. Ein weiterer Faktor für das Entstehen einer Magendrehung ist eine Fehlfunktion des am Magenausgang liegenden Schließmuskels (Pylorus), der den Austausch zwischen Magen und Zwölffingerdarm reguliert; arbeitet dieser Schließmuskel nicht richtig, verbleibt die Nahrung zu lange im Magen und beginnt dort zu gären, was zu Gasansammlungen führt.
Erkennen der Symptome: Die Krankheit tritt sehr plötzlich auf und wird - auch bei ansonsten kerngesunden Hunden - sehr schnell akut. Sie sollten Ihren Vierbeiner auf jeden Fall im Auge behalten, wenn er nach dem Fressen zu winseln beginnt und sehr unruhig wird. Die einzelnen Symptome können sich schon wenige Minuten nach der Nahrungsaufnahme bemerkbar machen, aber auch erst einige Stunden später auftreten: Der Hund stößt auf und leidet unter Bauchkrämpfen; er versicht, sich zu übergeben, bricht aber nur reichlich schaumigen Speichel aus. Gleichzeitig spannt sich die Bauchdecke und wird sehr hart. All diese Anzeichen bedeuten für Sie nur eins: sofort in die nächste Klinik!! Magendrehungen, die nicht behandelt werden, führen innerhalb von zwei bis drei Stunden unweigerlich zum Tod: Der Hund beginnt zu taumeln, legt sich schwerfällig auf die Seite, sein Herz rast, er atmet schwer und schließlich fällt er in ein Koma, aus dem er dann nicht mehr erwacht.
Die Behandlung: Der Tierarzt legt dem Hund sofort eine Infusion an, überwacht die Herztätigkeit und versucht, den Magen zu entleeren. In leichteren Fällen kann dies durch eine in die Speiseröhre eingeführte Sonde geschehen. Bei schwerwiegenden Torsionen können die Gase nicht auf natürlichem Wege abgelassen werden - dann bleibt dem Hund eine Operation nicht erspart. Sollte er nicht in der Lage sein, sofort eine längere Narkose zu überstehen, wird lediglich ein Bauchschnitt vorgenommen, um an den Mageninhalt heranzukommen. Beim eigentlichen Eingriff, wird der Magen wieder an seinen Platz gerückt und am Dickdarm (Grimmdarm) befestigt, um seine Beweglichkeit einzuschränken; so wird die Möglichkeit des erneuten Auftretens einer Torsion reduziert. Nach der Operation bleibt der Hund in ärztlicher Behandlung, da es zu Komplikationen im Herz-Kreislauf-System kommen kann.
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Parvovirose
Es handelt sich um eine besonders häufig auftretende Krankheit, die durch Parvoviren verursacht wird. Da diese Erreger extrem widerstandsfähig sind und Monate bis Jahre in der Außenwelt überleben können, wird die Parvovirose nicht nur durch Kontakt von Hund zu Hund, sondern häufig über den Menschen und leblose Gegenstände übertragen. Die Erkrankung kann rasant verlaufen und innerhalb von wenigen Stunden zum Tod furch Herzmuskelentzündung führen. Heute treten jedoch vornehmlich Magen-Darm-Entzündungen auf. Sie äußern sich in anfänglichem Fieber, begleitet von starkem Erbrechen und Durchfall, der wässrig, schleimig oder blutig sein kann. Die Tiere fressen nicht, sie magern schnell ab und verlieren viel Flüssigkeit, was schließlich zum Tode führt.
Reisekrankheit
Als Reisekrankheit wird sowohl die Unruhe und das Speicheln, das manche Hunde sofort nach Besteigen eines Autos zeigen, als auch das viel unangenehmere Erbrechen während der Fahrt bezeichnet. Unruhe und Speichelfluß haben eine einzige Ursache: der Hund hat Angst. Auslösende Faktoren für das Erbrechen können auch die Bewegungen des Autos sein (Kinetose). Dabei kann es sich um eine anlagebedingte Wesensschwäche handeln oder um das Unvermögen des Hundes, sich auf die vielfältigen unerwartet auftretenden Situationen während einer Fahrt einzustellen.
Was kann man tun?
Grundsätzlich soll ein Hund nur nüchtern im PKW mitgenommen werden. Auch ein "autofester" Hund neigt zum Erbrechen, wenn er einen vollen Magen hat.
Einen Welpen, aber auch jeden älteren Hund gewöhnt man am besten ans Autofahren, indem man ihn zuerst mit dem Auto vertraut macht. Er wird dazu in das Auto gesetzt, gestreichelt und mit Leckerbissen belohnt. Dieser Vorgang wird mehrere Male wiederholt. Erst dann wird die erste Fahrt durchgeführt, die nur über eine ganz kurze Strecke gehen soll. Dabei soll der Hund am Fußlatz des Beifahrer sitzen und dort auch ggf. festgehalten werden. Wichtig ist in jedem Fall, den Hund im PKW so zu halten, daß er nicht aus dem Fenster sehen und die während der Fahrt außen vorbeigleitenden Gegenstände nicht wahrnehmen kann. Dazu ist der Fußplatz des Beifahrers besonders gut geeignet. Man kann dort auch einen Haken anbringen und den Hund festbinden. Dadurch wird auch verhindert, daß der Hund beim Öffnen der Tür hinausstürmt und unter Umständen überfahren wird. Auch für den Fahrer selbst ist dies eine wichtige Sicherheitsmaßnahme.
Während der Fahrt soll der Hund von einem Mitfahrer möglichst häufig gestreichelt werden, um ihm dadurch das Gefühl der Geborgenheit zu geben. Anfänglich soll am Ende der Fahrt ein möglichst langer Spaziergang gemacht werden, auf den sich der Hund freut.
Weitere und längere Fahrten schließen sich an und der Hund gewöhnt sich immer besser ans Autofahren. Eine Autofahrt von mehr als 500 km, wobei sich der Hund mit allen Gegebenheiten des Autofahrens abfinden muß, macht ihn schließlich "autofest".
In ganz hartnäckigen Fällen ist die Reisekrankheit auch durch Medikamente beeinflußbar. Die häufig angewendeten Präparate aus der Humanmedizin unterdrücken in der Regel nur das Erbrechen. Für beide Formen der Reisekrankheit hat sich ein Präparat aus der Veterinärmedizin (Acepromazin) bewährt.
Schlanke Hunde leben länger
Im Alter stellt sich der Stoffwechsel des Hundes um. Hinzu kommt, daß ein älterer Hund meist weniger aktiv ist. Daher ist der Energie-, also Kalorienbedarf, um rund 20 % geringer als bei einem jungen Tier. Füttert man einfach wie bisher, kann der Hund dick werden. Wird die Futtermenge, um Kalorien zu sparen, verringert, bleiben aber leider wichtige Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien auf der Strecke. Und gerade darauf ist ein alter Hund besonders angewiesen. Besser geeignet ist daher ein spezielles Futter wie das im Waltham-Zentrum für Heimtierhaltung und -ernährung entwickelte ADVANCE Senior, das gezielt auf den Ernährungsbedarf älterer Hunde abgestimmt ist.
Hunde, die bereits schon zu viele Pfunde mit sich herumtragen, sollten unbedingt gezielt auf Diät gesetzt werden, denn: Hunde, die gut in Form sind, haben im Durchschnitt eine längere Lebenserwartung als Hunde mit Übergewicht!
Schluckbeschwerden
Hat Ihr Hund Schwierigkeiten beim Schlucken der Nahrung, so gehört er unverzüglich in tierärztliche Behandlung, da er sich nicht mehr normal ernähren kann. Die Ursachen einer Schluckstörung (Disphagie) sind immer im Verdauungstrakt zu suchen, können jedoch vielfältiger Natur sein: innere Verletzungen, Entzündungen, Mißbildungen, Tumore oder Fremdkörper.
Bleibt Ihrem Hund das Futter buchstäblich im Halse stecken, so wird dadurch sein Wohlbefinden ganz erheblich beeinträchtigt und sollte schon allein aus diesem Grunde nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Zunächst einmal muß der Tierarzt klären, ob eine Verletzung oder eine Funktionsstörung zugrunde liegt und ob die Ursache in Rachen, Speiseröhre oder im Magen zu suchen ist.
Mund und Rachen: Zunächst wird untersucht, ob die Ursache im Rachenraum liegt. Eine Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis) z. B. kann so schmerzhaft sein, daß sie eine Schluckhemmung auslöst. Vielleicht hat sich auch ein Fremdkörper im Rachen verkeilt oder ein Tumor gebildet? Auch eine Mandelentzündung kann die Ursache sein. Bei manchen Hunden diagnostiziert der Arzt jedoch Schädigungen der Kehlkopf-Rachen-Muskulatur: angeborene Fehlbildungen, Entzündungen oder Erschlaffungen. Möglicherweise sind auch die Nerven, die den Schluckvorgang steuern (Trigeminusnerv, Zungenschlundnerv und Hypoglossusnerv), in ihrer Funktion gestört.
Speiseröhre und Magen: Liegt die Ursache der Beschwerden in der Speiseröhre, so hat der Hund eventuell toxische Substanzen geschluckt, die nun die Reizungen und Entzündungen auslösen. Vielleicht kommt ihm aber auch, im wahrsten Sinne des Wortes, sein Futter wieder hoch – und gleich dazu jedes mal eine große Portion Magensaft. Möglicherweise hat sich aber auch ein Fremdkörper in der Speiseröhre verkeilt. Es können auch angeborene Fehlbildungen der Speiseröhre wie Verengungen oder stellenweise Ausbuchtungen vorliegen, es mögen sich Tumoren gebildet oder Parasiten eingenistet haben. Der Arzt wird den Hund schließlich auch auf eine Nerven- oder Muskelerkrankung untersuchen und den Elektrolytgehalt des Blutes messen. Liegt die Ursache für die Schluckbeschwerden im Magen, so handelt es sich um eine Entzündung, eine Magenverlagerung in das Zwerchfell hinein oder um einen lokalen Tumor.
Die richtige Diagnose: Beim Tierarzt wird der Hund zunächst ausführlich untersucht und anschließend geröntgt. Normalerweise liefert bereits eine herkömmliche Röntgenaufnahme dem Arzt alle Informationen, die er braucht, um seine Diagnose zu stellen. In besonderen Härtefällen muß er jedoch zusätzlich auf Kontrastmittel zurückgreifen, um das Übel zu lokalisieren. Ist die Schluckstörung z. B. auf eine Verletzung der Speiseröhre zurückzuführen, so muß der Hund Bariumsulfat schlucken, damit die entsprechende Schädigung sichtbar wird. Eine Röntgendurchleuchtung (Röntgenoskopie) wird durchgeführt, wenn man die Ursache im Bereich der Kehlkopf-Rachen-Muskulatur vermutet. Häufig muß der kranke Vierbeiner auch eine Magen-Darm-Spiegelung über sich ergehen lassen. Auf diese Weise kann der Arzt eventuelle Verletzungen in Magen und Speiseröhre erkennen. Gleichzeitig können Gewebeproben entnommen werden.
Die Behandlung: Behandelt werden nicht die Schluckbeschwerden an sich, sondern immer deren Ursache. Der Hund erhält entweder Medikamente oder muß sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen. Erst nach vollständiger Ausheilung der Krankheit darf er wieder normal fressen; bis es soweit ist, müssen Sie seine Mahlzeiten äußerst bedachtsam zusammenstellen. Manchmal muß er auch künstlich ernährt werden. Bei Schädigungen im Mund- und Rachenraum bekommt er nur flüssige oder halbflüssige Nahrung, die ihm durch einen speziellen Schlauch (Sonde) eingegeben wird. Leidet der Hund an Aussackungen der Speiseröhre, so darf er nur im Stehen fressen, damit er sich nicht verschluckt und die Nahrung möglicherweise in die Atemwege gelangt. Auch sein Trinkverhalten muß genaustens überwacht werden. Er darf immer nur kleine Mengen auf einmal zu sich nehmen.
Schwindende Sehkraft
Mit zunehmenden Alter wächst die Gefahr von Star-Erkrankungen am Auge und anderen Augenkrankheiten. Beim jährlichen Check sollte der Tierarzt deshalb auch die Augen überprüfen, denn gegen viele Krankheiten läßt sich im Anfangsstadium heute noch viel tun - bis hin zur vollständigen Ausheilung. Wenn Herz und Kreislauf noch intakt sind, kann Star auch operiert werden und dem Hund die Sehkraft erhalten.
Aber auch ein blinder Hund kann sich hervorragend orientieren: Nase und Gehör leiten ihn in bekannter Umgebung. In der Fremde verläßt er sich auf die Leine.
Staupe
Die Staupe wird durch ein Virus verursacht. Die Ansteckung erfolgt zumeist durch direkten Kontakt von Hund zu Hund, aber auch indirekt durch Einschleppung mit Schuhen oder Kleidung. Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber, Augen- und Nasenausfluß und mit der absoluten Nahrungsverweigerung der Hunde. Im weiteren Verlauf der Erkrankung äußert sich die Staupe auf verschiedene Art und Weise. Man unterscheidet drei Verlaufformen, die aber ineinander übergehen können.
Bei der Darmstaupe leiden die Hunde an beinahe unstillbarem Durchfall und an starkem Erbrechen.
Bei der Lungenstaupe werden hauptsächlich quälender Husten, Nasenausfluß und eine manifeste Lungenentzündung beobachtet
Bei der Nervenstaupe leiden die Hunde an Krämpfen und Lähmungen und verlieren teilweise sogar das Bewußtsein.
Viele Staupe-Erkrankungen verlaufen leider tödlich. Die Tiere, die eine Staupe überlebt haben, behalten häufig lebenslange Schäden wie Zahnschmelzdefekte, spröde rissige Pfoten und unter Umständen Verhaltenstörungen zurück.
Übergewicht
Mit den Jahren ist die Beziehung zwischen Mensch und Hund immer enger geworden, und das hat auch dazu beigetragen, daß unsere vierbeinigen Freunde immer besser versorgt werden. Im großen und ganzen ist das eine erfreuliche Entwicklung, doch leider tun manche Halter auch zuviel des Guten. Es ist falsch verstandene Liebe, wenn Sie Ihren Hund überfüttern! Dicke Hunde gehören oft zu dicken Haltern, die ihre überflüssigen Pfunde selbst nicht wahrhaben wollen. Übergewicht sollte man jedoch keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen.
Eine Krankheit: Hat das Übergewicht einmal eine gewisse Grenze überschritten, so wirkt sich das negativ auf den allgemeinen Gesundheitszustand aus. Es belastet das Herz, den Kreislauf sowie die Atmung und kann Diabetes verursachen oder verstärken; auch das Risiko bei einem chirurgischen Eingriff ist wesentlich höher, da die Narkose hier ein echtes Problem darstellt. Übergewicht geht oft mir Nährstoffmangel und Unfruchtbarkeit einher und führt auf lange Sicht zu Störungen des Bewegungsapparates (Arthrose, Bandscheibenprobleme und Bänderrisse).
Die Ursachen: Fast alle dicken Hunde sind überernährt; achten Sie darauf, daß Ihr Vierbeiner nicht mehr frißt, als sein Körper verbraucht. Ein Hund, der einmal fett ist, kommt nur ganz schwer von seinem Gewicht wieder runter. Hier können dann nur noch konsequente Diätmaßnahmen Abhilfe schaffen. Bei rund 25 % der übergewichtigen Hunde scheinen dagegen Hormonstörungen (hervorgerufen durch eine Schilddrüsenerkrankung) die Ursache zu sein. Kastrierte Rüden nehmen oft leichter zu als andere. Bei sterilisierten Hündinnen kommt die Gewichtszunahme von verminderter körperliche Aktivität. In seltenen Fällen liegt eine Schädigung des Hypothalamus vor, der das vegetative Nervensystem und damit auch den Fettstoffwechsel steuert. Auch die Psyche sollte man nicht außer acht lassen: Ein schlanker, gut gebauter, ausgeglichener Hund kann zum Beispiel nach einem Schock ein völlig anderes Freßverhalten entwickeln.
Was kann man tun? Die Ernährung des jungen Hundes ist die Grundlage für seine spätere Entwicklung! Wird schon der Welpe überfüttert, legt sein Körper eine überdurchschnittlich große Anzahl von Fettzellen an, die sich mit fortschreitendem Wachstum dann nur zu füllen brauchen und schließlich zu unschönen Fettpolstern werden. Erziehen Sie Ihren Hund also rechtzeitig zu maßvollem Fressen, und achten Sie von Anfang an auf ausgewogene, vollwertige Kost anstelle von ungesunden Leckerbissen!
Wenige, aber konsequent durchgehaltene Maßnahmen bringen die überflüssigen Pfunde Ihres Lieblings wieder zum Schmelzen! Zunächst einmal müssen Sie sich eingestehen, daß Ihr Hund zu dick ist und daß er damit ein ernstzunehmendes Problem hat. Dann rechnen Sie aus, wie viele Kalorien er täglich zu sich nimmt und reduzieren diesen Wert um ein Drittel. Kaufen Sie spezielle Diätnahrung, denn es ist wichtig, daß der Hund die gleiche Futtermenge wie vorher, aber weniger Kalorien bekommt. Unterteilen Sie seine Tagesration in mehrere kleine Mahlzeiten, und achten Sie darauf, daß er sich nichts stibitzen kann. Außerdem sollte er viel trinken. Verschaffen Sie ihm ausreichend Bewegung. Wiegen Sie ihn in regelmäßigen Abständen - Fortschritte motivieren auch Sie zum Durchhalten! Hat Ihr Freund erst wieder "Traummaße", sollten Sie nicht wieder in alte Fehler verfallen, sondern darauf achten, daß er seine Linie behält.
Besonders anfällige Rassen: Kein Hund neigt mehr zu Übergewicht als der Cocker Spaniel. Halter dieser Rasse müssen der Ernährung ihres Vierbeiners besondere Aufmerksamkeit widmen. Weitere potentielle Dickerchen sind: Labrador, Cairn Terrier, West Highland White Terrier, Pudel und Dackel.
Zahnpflege im Alter
Eine Zahnlücke ist beim Hund nicht so tragisch. Entzündungen der Maulschleimhaut dagegen, die oft durch Zahnstein und dessen Beeinträchtigung des Zahnfleisches oder durch marode Zähne entstehen, sind im Alter gefährlich. Denn die Herde strapazieren das Herz und den Kreislauf. Lassen Sie deshalb Ihren Hund auch in hohem Alter kräftig zubeißen und sein Gebiß regelmäßig überprüfen.
Es gibt beim Tierarzt und im Fachhandel spezielle Kauknochen, die das Zahnfleisch massieren, die Zähne sauberhalten und Kalzium und Fluor an die Schleimhaut geben.



